| Diese Fahne ist wahrscheinlich
eine der ältesten noch erhaltenen Fahnen des Cartellverbandes
und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Entwurf stammt
von Prof. Ludwig Ritter von Kurz zum Thurn und Goldenstein.
Ausgeführt wurde sie von der Kunststickerei Uffenheimer
in Innsbruck. Die Fahnenstange ist ein Geschenk eines Meister
Roßmann an die Verbindung.
Die Fahne wurde Carolina am 5. Stiftungsfest von katholischen
Damen aus Graz zum Geschenk gemacht. Geweiht wurde sie am
23. Mai 1893 in der Herz-Jesu-Kirche von Kanonikus Msgr. Johann
Wöhr (Cl EM) im Anschluß an die Stiftungsfestmesse.
Im Anschluß an die Weihe steckte, als Stellvertreterin
der Fahnenmutter Baronin Bourgignon geb. Prinzessin
Salm, Marianne Messek (Gattin von Bbr. Dr. Ludwig
Messek, Cl EM seit 1888), ein reich besticktes Band an
die Fahne.
Am 10. März 1938 brachten die Bundesbrüder Benno
Budweis (BuL, Cl) und Senior Josef Ausserer
die Fahne und die CV-Standarte beim Steiermärkischen
Caritasverband im zweiten Stock des Carolinenhauses in Sicherheit.
Dort vergrub sie zunächst Dr. Alfred Berger
v. Dr. cer. Stoppel unter Aktenmaterial, später schaffte
dann ein Diener die Fahne aus dem Haus. Dr. Alfred Berger
brachte beide Stücke danach nach Petersbergen, wo sie
im Keller den Krieg überdauerten.
Anläßlich des 100. Stiftungsfestes im Jahre 1998
wurde sie nochmals vom Schwesternorden der Ursulinen prachtvoll
restauriert. Heute wird die Prunkfahne sehr selten, in der
Regel nur zu den runden Stiftungsfesten, verwendet.
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