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Dieses
Haus gehört unserer Verbindung genau seit dem 25. Juni 1931. 1931
war nicht gerade eine Zeit wirtschaftlicher Prosperität, in diesem
Jahr brach die Creditanstalt zusammen... Um so dankbarer müssen
wir noch heute den damaligen Initiatoren des Kaufes sein. Die
Geschichte diese Hauses reicht zurück bis ins erste Viertel des
15. Jahrhunderts!
Im Jahr 1593 wird es als "Ertelsches Haus" bezeichnet, 1639 kaufte
es Elisabeth Gallerin, die berühmt-berüchtigte Herrin der Riegersburg.
Seit 1674 ist das Haus im Besitz der späteren Grafen Galler.
Doch schon am 13. März 1938 wurde das Haus gewaltsam von
der SA besetzt, in der Folge ging die Einrichtung und die Totentafel
zu Bruch. Kurz darauf beantragte die Gestapo die Beschlagnahme
des Hauses als "staatsfeindliches" Vermögen. 1939 kaufte die Gemeinde
Graz vom Konkursverwalter das Haus und dies ist auch der Grund,
warum sich das Rechtsamt des Magistrates auch nach dem Krieg im
2. Stock befand.
Von besonderem Reiz ist der doppelte Arkadengang, ein fixer
Bestandteil jeder Altstadtführung. Die Säulen stammen aus einem
römischen Steinbruch in der Nähe von Leibnitz (wahrscheinlich
die einzigen ihrer Art in Graz) und die verwendeten Bodensteine
enthalten Einschlüsse von Meerestieren aus der Kreidezeit. |